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Häufige Fragen zur Dämmung

Kurze Antworten auf die Fragen, die uns am häufigsten erreichen: von U-Wert und Dämmstärke über Pflichten und Förderung bis zu Kosten und Sicherheit.

Rechner für jedes Bauteil

Die meisten Fragen beantwortet der Rechner direkt für Ihr Haus. Wählen Sie das passende Werkzeug:

Die rechtlichen Grenzwerte und Förderbedingungen finden Sie gesammelt unter GEG- und BEG-Anforderungen. Wie wir rechnen und woher unsere Zahlen stammen, erklärt die Methodik.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen U-Wert, R-Wert und λ?

λ (Lambda) ist die Wärmeleitfähigkeit eines Stoffes in W/(m·K), unabhängig von der Dicke. Der R-Wert ist der Wärmedurchlasswiderstand einer Schicht, R = Dicke ÷ λ. Der U-Wert beschreibt das ganze Bauteil: U = 1 / (Rsi + Summe aller R + Rse). Kleiner U-Wert, großer R-Wert und kleines λ sind jeweils besser.

Wie dick sollte ich dämmen?

So dick, dass das Bauteil den Ziel-U-Wert erreicht. Für eine ungedämmte massive oberste Geschossdecke sind das mit WLS 035 rechnerisch 12,9 cm für U 0,24 und 23,3 cm für U 0,14. Der Dämmungsrechner rechnet das für Ihr Bauteil aus und rundet auf lieferbare Dicken.

Welche U-Werte schreibt das GEG vor?

Wer ein Außenbauteil erneuert, muss nach Anlage 7 GModG (ehemals GEG) höchstens 0,24 W/(m²·K) an Außenwand, Steildach und oberster Geschossdecke erreichen, 0,20 am Flachdach und 0,30 an einer von unten gedämmten Kellerdecke. Änderungen an höchstens 10 % der Bauteilfläche sind ausgenommen. Mehr unter GEG- und BEG-Anforderungen.

Warum heißt das GEG jetzt GModG?

Seit dem 29.07.2026 heißt das Gebäudeenergiegesetz Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), BGBl. 2026 I Nr. 226. Die Anforderungen an die Dämmung blieben gleich, nur die Paragrafen haben neue Nummern. Die Nachrüstpflicht steht jetzt in § 35 statt § 47.

Muss ich die oberste Geschossdecke dämmen?

Wenn sie den Mindestwärmeschutz nicht erfüllt, ja: nach § 35 GModG auf U ≤ 0,24 W/(m²·K). Ausgenommen sind Ein- und Zweifamilienhäuser, die der Eigentümer schon vor dem 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat. Nach einem Eigentümerwechsel hat der neue Eigentümer zwei Jahre Zeit. Details auf der Seite Oberste Geschossdecke dämmen.

Welche Förderung gibt es für Dämmung?

Die BAFA fördert Dämmmaßnahmen über die BEG Einzelmaßnahmen mit 15 % Grundförderung. Der iSFP-Bonus von 5 Prozentpunkten gilt seit 21.07.2026 nur für förderfähige Kosten über 30.000 € und nur für den Teil darüber. Die Bauteile müssen strengere U-Werte erreichen, etwa 0,20 an der Außenwand und 0,14 am Dach.

Brauche ich für die Förderung einen Energieberater?

In der Regel ja: Für den BAFA-Zuschuss muss ein Energieeffizienz-Experte eingebunden werden. Er prüft auch, ob Ihr Aufbau die technischen Mindestanforderungen erfüllt.

Was kostet Dämmung pro m²?

Laut Verbraucherzentrale und co2online kostet die Dämmung mit Fachbetrieb etwa: oberste Geschossdecke 20–35 €/m² (nicht begehbar) oder 40–80 €/m² (begehbar), Zwischensparren 55–150 €/m², Untersparren 30–80 €/m², Kellerdecke 60–100 €/m² und ein WDVS 150–200 €/m² inklusive Gerüst und Putz.

Kann ich selbst dämmen?

Oberste Geschossdecke und Kellerdecke eignen sich gut für Eigenleistung: Rollen auslegen oder Platten kleben ist überschaubar. Ein WDVS an der Fassade und Einblasdämmung übernimmt in der Regel ein Fachbetrieb. Prüfen Sie bei geplanter Förderung vorher, ob Eigenleistung förderfähig ist.

Was mache ich mit alter Mineralwolle?

Mineralwolle, die vor 1996 eingebaut wurde, kann krebserzeugende Fasern freisetzen. Der Rückbau ist in der TRGS 521 geregelt. Entfernen Sie sie nicht selbst: Lassen Sie sie liegen und dämmen Sie darüber, oder beauftragen Sie einen Fachbetrieb. Bei Asbestverdacht gilt die TRGS 519, auch für Privatleute.

Brauche ich eine Dampfbremse?

Bei Holzkonstruktionen wie Dachschrägen und Holzbalkendecken ja. Sie gehört auf die warme Raumseite und muss an allen Stößen und Anschlüssen luftdicht verklebt sein. Auf die kalte Seite gehört keine dampfdichte Folie.

Was bedeutet WLS oder WLG 035?

Die Zahl ist die Wärmeleitfähigkeit in Tausendstel: WLS 035 bedeutet λ = 0,035 W/(m·K). WLG (Wärmeleitgruppe) ist die ältere Bezeichnung, WLS (Wärmeleitstufe) die neuere, feiner abgestufte. Für Nachweise zählt der Bemessungswert λB, bei Holzfaser zum Beispiel 0,038 statt 0,036.

Wie genau ist der Dämmungsrechner?

Er rechnet nach dem üblichen Verfahren der DIN EN ISO 6946 mit Bemessungswerten und echten Paketinhalten. Den Restaufbau schätzt er mit amtlichen Pauschalwerten, Wärmebrücken und Feuchteschutz bleiben außen vor. Das Ergebnis eignet sich zur Planung, nicht als Nachweis. Alle Annahmen stehen in der Methodik.

Aktualisiert am 14. Oktober 2026